Schnitzel mit grüner Soße ist eine Rarität unter den deutschen Klassikern und das perfekte Gericht, wenn du Lust auf echte Heimatküche und gleichzeitig Frische hast. Ursprünglich stammt diese Spezialität aus Frankfurt am Main. Die berühmte grüne Soße (auch Grüne Soße oder „Grie Soß“) ist ein Mix aus sieben Kräutern, cremiger Basis und kühler Frische. Sie passt so gut zum panierten Schnitzel, dass das „Frankfurter Schnitzel mit grüner Soße“ längst über die Stadtgrenzen berühmt wurde.
Was ist das Geheimnis hinter Schnitzel mit grüner Soße?
Die Kombination aus knusprigem Schnitzel und aromatischer, kräuteriger Soße ist leicht und sättigend zugleich. Für das beste Ergebnis brauchst du hochwertiges Fleisch (traditionell wird Kalb genutzt, oft aber auch Schwein oder Geflügel), eine goldene Panade und eine selbstgemachte Frankfurter grüne Soße.
- Typisch kommen sieben Kräuter hinein: Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Kresse, Kerbel, Borretsch und Pimpinelle.
- Die Soße wird kalt serviert, das Schnitzel frisch aus der Pfanne. Ein Gegensatz, der direkt Spaß macht.
Kurztipp: Die grüne Soße schmeckt noch besser, wenn du sie rechtzeitig zubereitest und mindestens eine halbe Stunde durchziehen lässt – wie bei gutem Pizzateig (lies dazu auch unser Rezept Pizzateig).
Zutaten: Was brauchst du für das Frankfurter Schnitzel?
Als Zutatenliste brauchst du nicht viel – aber gute Qualität entscheidet. Für zwei Portionen:
Für die grüne Soße:
- 1 Bund Petersilie
- je eine kleine Handvoll Schnittlauch, Sauerampfer, Kresse, Kerbel, Borretsch, Pimpinelle
- 200 g Schmand oder saure Sahne, alternativ Joghurt (für die leichte Variante)
- 100 g Crème fraîche
- 2 hartgekochte Eier
- 1 TL Senf
- 1 Spritzer Zitronensaft
- Salz & Pfeffer
Für das Schnitzel:
- 2 Kalb- (oder Schweine-)Schnitzel
- Mehl
- 1 Ei
- Semmelbrösel
- Öl oder Butterschmalz zum Braten
- Salz & Pfeffer
Natürlich kannst du die Kräuter nach Saison variieren. Hauptsache, sie duften frisch. Nicht alle findet man immer im Supermarkt—bei Bedarf können Kerbel oder Borretsch durch Petersilie ersetzt werden. Wird die Soße zu dick? Einfach mit einem Schuss Milch oder Joghurt verlängern.
Zubereitung: So geht Schnitzel mit grüner Soße Schritt für Schritt
- Kräuter vorbereiten. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Am schnellsten klappt das im Standmixer, aber per Hand bekommst du mehr Struktur.
- Soße mixen. Schmand, Crème fraîche, Senf, Zitronensaft, hartgekochte Eier (klein gehackt) und die Kräuter verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken – kurze Pause zum Durchziehen lassen.
- Schnitzel panieren. Das Fleisch vorsichtig dünn klopfen. Je ein Schnitzel in Mehl, dann im verquirlten Ei und zuletzt in Semmelbrösel wenden. In heißem Fett goldbraun ausbacken.
- Anrichten. Schnitzel auf den Teller, einen großen Löffel grüne Soße dazu – fertig! Wer mag, serviert Pellkartoffeln oder Bratkartoffeln dazu.
Tipp aus meiner Kindheit: Die Soße ist auch herrlich zu gekochten Eiern oder kurz gebratenem Fisch. Manchmal nehme ich sie sogar für einen außergewöhnlichen Pizzadip – das klingt erst ungewohnt, schmeckt aber überraschend frisch (ähnlich wie manche modern interpretierte Pizza selbst machen Belag).
Frankfurter Schnitzel mit grüner Soße: Kurzer Blick auf die Geschichte
Evolutionsweg: Wie das Frankfurter Schnitzel Kultstatus erlangte
Die Geschichte der „Frankfurter Grünen Soße“ reicht weit zurück. Bereits im 19. Jahrhundert war sie als Arme-Leute-Essen bekannt. Die Frankfurter Grünen Soße und das dazugehörige Schnitzel wurden besonders im Frühjahr zum Kassenschlager – aus dem einfachen Grund: Kräuter wuchsen üppig und waren günstig. Irgendwann wurde das Gericht zum echten Aushängeschild der Frankfurter Küche. Inzwischen gibt es regionale Wettbewerbe und sogar ein eigenes Denkmal für die „Grie Soß“ am Frankfurter Mainufer. Wer heutzutage ein „Frankfurter Schnitzel“ in der Stadt bestellt, bekommt automatisch die charaktervolle grüne Soße dazu.
Varianten: Was passt zu grüner Soße? Und muss es Kalb sein?
Frankfurter Schnitzel mit grüner Soße ist ein Muss für Puristen – aber du kannst das Schnitzel ebenso gut mit Geflügel, vegetarisch (z.B. mit Selleriescheiben oder Seitan) oder sogar Fisch servieren. Wer sich vegan ernähren möchte, ersetzt Milchprodukte in der Soße einfach mit pflanzlicher Crème oder Joghurt. Kartoffeln (in allen Formen) sind die klassischen Begleiter. Aber auch als raffinierter Dip zu Burgern sorgt die Soße für Aha-Effekte.
Wo gibt es das beste Frankfurter Schnitzel?
Du bist in Hessen oder Frankfurt unterwegs? Klassiker genießen kannst du in vielen traditionellen Restaurants—manche davon findest du in unseren Übersichten zu gemütlichen Restaurants in Mannheim oder Hamburg. Und falls du ein italienisches Kontrastprogramm willst, dann schau bei unseren Pizza Margherita Kalorien oder beim selbstgemachten Pizza belegen Rezept vorbei.
FAQ – Die häufigsten Fragen zu Schnitzel mit grüner Soße
Welche Kräuter sind Pflicht für die grüne Soße?
Traditionell: Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Kresse, Kerbel, Borretsch und Pimpinelle. Nicht immer alles da? Dann improvisiere mit Petersilie und Kresse als Basis.
Kann man grüne Soße vorbereiten?
Ja! Gut verschlossen, hält sie einen Tag im Kühlschrank. Je länger die Soße zieht, desto würziger wird sie.
Muss das Schnitzel aus Kalbfleisch sein?
Nicht unbedingt. Schwein und Hähnchen passen ebenfalls – Hauptsache, die Panade ist frisch ausgebacken.
Fazit: Schnitzel mit grüner Soße bringt Frische auf den Teller
Probier es unbedingt mal aus – schnitzel mit grüner soße bringt Abwechslung auf den Teller und einen Hauch Hessen in deine Küche. Ob klassisch, vegetarisch oder leichter moderne Variation – dieses Gericht beweist: Heimatküche kann richtig Spaß machen.


